UNSERE GÄNSE

Ist der Oktober gekommen, steht die kalte Jahreszeit vor der Tür oder hat gar schon einen Schritt herein gewagt. Während Lämmer und Hasen Symbole für den Frühling sind, haben Herbst und Winter ihr eigenes „Wappentier“ – die Gans. Die wilden Artgenossen ziehen in ihrer typischen V-Formation am Himmel vorüber und allmählich beginnt die Schlachtzeit für Hausgänse. Diese erlebt ihre Höhepunkte um St. Martin und Weihnachten. Doch Gänse haben noch viel mehr Interessantes zu bieten als saftig-zartes Fleisch.

Gans interessant .. Wer hätte zum Beispiel gewusst, dass…



…Gänse bis zu 40 Jahre alt werden können?

…Gänse seit der Jungsteinzeit (6000 bis 5000 Jahre v. Chr.) als Haustier gehalten werden?

…die in Europa gezüchteten Hausgansrassen alle von der Graugans abstammen?

…es etwa 15 bis 20 verschiedene Hausgansrassen in Deutschland gibt?

…viele Hausgänse nicht flugfähig sind?

Gans historisch .. Die Legende zum Martinstag berichtet:



Bewohner von Tours hatten Martin als Nachfolger des gerade verstorbenen Bischofs auserwählt. Da er sich des Amtes für unwürdig hielt, versteckte er sich in einem Gänsestall. Doch durch das Geschnatter der Gänse wurde er verraten und man fand ihn.
Eine andere Erzählung weiß zu berichten, dass die Gänse einmal mit ihrem lauten Schnattern eine Predigt des heiligen Martin gestört haben.
In beiden Fällen nahm Martin den Gänsen ihr lautes Geschnatter offenbar sehr übel, denn fortan finden sich Gänse jedes Jahr zu Martini als knusprige Braten auf dem Tisch wieder. Jedoch ist es schwer vorstellbar, dass Martin, als heiliger Mann, den Tod der Gänse verlangte.

Viel glaubhafter erscheinen da eher folgende Erklärungen: Die Martinigans - der heidnische Brauch: Die Kelten, die vor den Germanen und Römern weite Teile des damaligen Europas bewohnten, hielten sich Gänse als Haus- und Kulttiere. Die misstrauischen und als wetterfühlig bekannten Gänse dienten den Kelten, das ganze Jahr über, als "Wachhunde". Im Herbst schlachteten die Kelten, bis auf ein Zuchtpaar, die gesamte Herde. Dies geschah aus rituellen Gründen immer an dem Tag, an dem das Sternbild der Plejaden an das nächtliche Firmament zurückkehrt, am 11. November.

Bei den Römern bewachten beispielsweise heilige Gänse das Capitol (den Mittelpunkt von Rom). Nach der Stadtgeschichte retteten die Gänse des Juno-Heiligtums auf dem Kapitol-Hügel die Stadt im Jahre 387 v. Chr. vor einer gallischen Erstürmung. Die Tiere bemerkten den nächtlichen Angriff und weckten die Römer mit ihrem Geschnatter. Nach dieser Legende versinnbildlichen die Gänse aufmerksame Warner.

Gans kulinarisch ..

Gänse sind fett, jawohl. Aber wem ist bewusst, dass Gänsefett zu den für unsere Gesundheit wertvollsten tierischen Lipiden gehört? Das liegt an der großen Menge einfach ungesättigter Fette. Diese sind bekannt dafür, dass sie den Cholesterinspiegel senken, also gesundheitsfördernd wirken. Sie sind auch in Olivenöl und Fisch enthalten.
Darüber hinaus kann man Gänsefett sehr hoch erhitzen. Es eignet sich also bestens zum Braten. Allerdings gilt es wie bei allem, ein Übermaß zu vermeiden. Schließlich liegt fettes Essen leider schwer im Magen. Das wichtigste ist, dass die Gänse Freilauf bekommen haben und langsam gemästet wurden. Dann kann man sicher sein, dass die Gans ein gutes Leben hatte und sich auf einen wohlschmeckenden Braten freuen.

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Hofladen Kehm

Petra und Walter Kehm

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